Cybercrime-Management

Was tun, wenn die Hacker kommen?

Die Herausforderung: Unternehmens-Krisen durch Cyberangriffe werden immer wahrscheinlicher

Die Bedrohungslage für Unternehmen und Behörden steigt immer weiter an: laut Bitkom waren von 2015 bis 2016 53% der Unternehmen in Deutschland direkt von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl betroffen, und 26% vermutlich betroffen – Tendenz steigend. Durch die zunehmende Vernetzung von Geräten und Diensten vergrößert sich die virtuelle Angriffsfläche in Organisationen. Damit wachsen auch die unmittelbaren Auswirkungen eines Cyber-Angriffs und die damit verbundenen Schäden innerhalb einer Organisation. Beispielsweise sorgte ein Hackerangriff auf den Konzern Beiersdorf im Jahr 2017 durch Beeinträchtigung der Produktion für einen Millionenschaden. Um bei Angriffen oder Notfällen eine strukturierte zielführende Vorgehensweise zu wahren, ist ein wirkungsvolles Krisenmanagement erforderlich. Dies stellt eine komplexe Aufgabe dar, da viele verschiedene Akteure berücksichtigt werden müssen. Hinzu kommt ein geringes Risiko- und Gefahrenbewusstsein innerhalb von Organisationen.

 

Die Lösung: Bewusstseins- und Handlungstraining für strukturiertes Krisenmanagement in Organisationen

Bei einem Notfall ist die passende Reaktion der Schlüsselpersonen im Unternehmen entscheidend. Dazu gehört zum einen, das ideale Vorgehen zu kennen und umzusetzen, und zum anderen, in Krisensituationen richtig zu kommunizieren. Um Herausforderungen im Krisenfall souverän meistern zu können, lernen die Teilnehmenden diese Komponenten nicht nur theoretisch kennen, sondern erleben im Seminar eine komplexe Krisensimulation live und in einer isolierten Umgebung. Hierbei müssen sie mit einer Vielzahl an Cyberangriffen umzugehen, z.B. einem Social Media Shitstorm ausgelöst durch Hacker oder einem DDoS-Angriff. Für eine erfolgreiche Krisenbewältigung stehen die Seminarteilnehmenden bewusst im Mittelpunkt, denn in kritischen Situationen sind psychologische und arbeitsorganisatorische Vorbereitungen besonders relevant. Im Anschluss an die Krisensimulation wird die Vorgehensweise der Teilnehmenden ausgewertet und sie erhalten Handlungsorientierungen zur Optimierung ihrer Prozesse in ihrer eigenen Organisation.

Nach dem Seminar können Sie...

... souverän in Krisensituationen reagieren und kommunizieren

... in Notfällen selbstsicher und zielsicher anhand der passenden Prozessschritte vorgehen  

... die Zuständigkeiten in Ihrer Organisation festlegen, optimieren und eine geeignete Krisenkommunikation sicherstellen

... Schwachstellen finden und beseitigen, genügend Ausweichkapazitäten schaffen und Schaden für das Unternehmen verringern

 

Das Seminar bietet Ihnen...

... Steigerung der sozialen Souveränität bei unerwarteten Ereignissen

... handlungsorientierte Empfehlungen zur Lösung von Krisensituationen

... die Simulation realitätsnaher Krisensituationen

... Review der angewandten Methoden und Vorgehensweisen des Notfallmanagements

... Optimierung der Krisenkommunikation

... Business Impact Analyse und Entwicklung eines Risikomodells

Ein Teilnehmer sagt:

„Zurückblickend muss ich sagen, dass es von der ersten bis zur letzten Minute durchdacht war. (…) Ich empfehle jedem, der die Möglichkeit hat und insbesondere denjenigen, die in einem entsprechenden Bereich arbeiten, regelmäßig an derartigen Komplexpraktika/Übungen teilzunehmen. (…) Danke auf jeden Fall, dass ihr uns nicht ins kalte Wasser geworfen habt.

Für mich war das eine bedeutsame Erfahrung. Die erworbenen Kenntnisse habe ich auch bereits in einer Cyber-Übung mit Teilnehmern aus mehreren Bundesländer einsetzen können. Gerne wieder!“


Mark Le Corre, Mitarbeiter einer Sicherheitsbehörde

Das Seminar im Überblick

Termine Auf Anfrage
Dauer 1 Tag Präsenz (09:00 Uhr - 17:30 Uhr)
Kurssprache Deutsch
Lernziele

- das eigene Bewusstsein für die Gefahren von Cyberangriffen bezogen auf den Einzelnen und ganze
  Unternehmen schärfen

- Handlungstraining, um in Krisensituationen souverän reagieren zu können

- die Kommunikation und gemeinsame Lösungsfindung im Krisenfall trainieren und verbessern

- die eigenen Abläufe und Prozesse in Krisensituationen nachvollziehen können

Zielgruppe

- Management, Anwender und Fachkräfte von Unternehmen und Behörden

- Vom Geschäftsführer bis zum Nerd

Voraussetzungen

- Problemloser Umgang mit dem PC

- Verständnis für die IT-Grundprozesse des Unternehmens

- IT-Grundkenntnisse z.B. Verständnis über die Funktionsweise des E-Mail-Versands

Maximale Teilnehmerzahl
16 Teilnehmende
Veranstaltungsort Hochschule Mittweida, Am Schwanenteich 6, 09648 Mittweida
Teilnahmegebühr 600€

Alle Informationen finden Sie auch nochmal auf unserem Info-Flyer.

Session 1 - Kommunikationstheorie: Überblick über Modelle und Funktionsweisen von Kommunikation, die Social Engineers ausnutzen, um ihre Ziele zu
                 erreichen.

Session 2 - Entscheidungsmodell und Problemlösungsprozess: Erläuterung und Analyse von Stresstypen mit anschließender Einordnung; Vorstellung des
                 FORDEC-Modells, das speziell zum Vorgehen im Krisenmanagement entwickelt wurde

Session 3 - Krisensimulation: Inszenierung einer mehrstündigen Krise im Unternehmen ausgelöst durch verschiedene Cyberattacken mit dem Ziel, das
                 erworbene Wissen aus Session 1 und 2 anzuwenden und gemeinsam Lösungen für die Krise zu finden; die simulierten Cyberangriffe
                 orientieren sich am Unternehmen/an der Behörde der Teilnehmenden

Session 4 - Review der Simulation: Reflexion des Verhaltens der Teilnehmenden, Hinweis auf nützliche Tipps und Best Practices durch die Referenten

       

Prof. Dr. rer. nat. Dirk Labudde:

Dirk Labudde ist seit dem Jahr 2009 Professor an der Fachhochschule Mittweida. Er erhielt sein Diplom im Jahr 1993 sowie seinen Doktortitel im Bereich der theoretischen Physik im Jahr 1997 an der Rostocker Universität. Nebenbei absolvierte er ein Studium der Medizinphysik an der Universität Kaiserslautern. Dirk Labudde arbeitete später als Dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Medizinischen Fakultät für Neurochirurgie in Neubrandenburg, am Leibnitz-Institut für Molekulare Pharmakologie in Berlin, an der Technischen Universität München und Technischen Universität Dresden. Neben seiner Professur für Bioinformatik erhielt Dirk Labudde eine weitere Professur für Forensik im Jahr 2014. Seine Forschungsschwerpunkte sind Algorithmen und Berechnungsmethoden in der (digitalen) Forensik und der strukturellen Bioinformatik, was ihm bis zum heutigen Tage über 300 Publikationen erbracht hat. Des Weiteren ist seine aktuelle Forschungstätigkeit im Bereich der Forensik eng geknüpft zu Kooperationspartnern wie dem Bund Deutscher Kriminalbeamter, dem LKA Thüringen und den Polizeidirektionen Chemnitz.


Markus Straßburg und Martin Klöden:

Wissenschaftliche Mitarbeiter der Hochschule Mittweida und im Fraunhofer Lernlabor Cybersicherheit.

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